Ansprache des Bürgermeisters Joachim Leßner anläßlich des Spatenstiches für den Windpark Wipperdorf

Montag, 06. Juni 2016, 21:00 Uhr
Sehr geehrter Herr Markus Brogsitter herzlich willkommen in Wipperdorf zum Spatenstich!
Ich begrüße ebenso herzlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von WSB und WKN, unsere Gemeinderäte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Landratsamt, den Planungsbüros, die Landeigentümer sowie alle Gäste, die sich den Spatenstich nicht entgehen lassen wollen.
Nach fast 10 Jahren Arbeit beginnen wir heute, die WSB und die Gemeinde Wipperdorf, mit der Realisierung unseres Beitrages zur Erneuerbaren Energie, was wir 2006/07 nicht wussten, ist es ein Beitrag zur Energiewende.
Wir, die Gemeinderäte, der Bürgermeister und Vertreter von WSB haben immer gut zusammengearbeitet. Im Städtebaulichen Vertrag waren alle Szenarien bedacht und unterlegt. Wir haben uns gemeinsam darangehalten.
Die Gemeinde konnte die anstehenden Aufgaben nicht allein erfüllen.
Unverzichtbare Partner waren für uns Prof. Dr. Matthias Dombert mit Herrn Dr. Benjamin Grimm von der Rechtsanwaltskanzlei DOMBERTRECHTSANWÄLTE aus Potsdam sowie aus Nordhausen Herr Andreas Meißner vom Stadtplanungsbüro Meißner & Dumjahn.
Ihnen gilt mein besonderer Dank, ohne Sie könnten wir den heutigen Spatenstich nicht durchführen.
In ihrer Gesamtheit waren die zurückliegenden Jahre spannend, abwechslungs- und erfahrungsreich.
Wir machten Erfahrungen mit dem Landgericht, Verwaltungsgericht und dem Generalstaatsanwalt, der wegen Korruptionsverdacht ermitteln sollte.
Diese Verfahren wurden immer zu unseren Gunsten entschieden.
Wir machten aber vor allem Erfahrungen mit Partnern auf die man sich verlassen konnte.
Einer dieser Partner heißt WSB Neue Energien
  • WSB hat die Gemeinde in die gesamte Arbeit einbezogen.
  • Wir waren immer informiert.
  • Wir wurden zu Konzerndialogen eingeladen und konnten von vielen Seiten vernehmen, dass wir einen für die Gemeinde verlässlichen Partner ausgewählt hatten.
  • Der Gemeinderat und interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich vor –Ort, in Groß Schacksdorf, von den Einflüssen eines Windparks auf die Umwelt und das Wohnumfeld überzeugen.

Möglich machten diese gute Zusammenarbeit
  • Herr Torsten Anton, der den Grundstein für unsere gute Zusammenarbeit gelegt hat,
  • Herr Peter Becher, der aktiv in der Grundstücksaquise war und
  • natürlich Herrn Markus Brogsitter, der zusammen mit Frau Kerstin Mann und Herrn Mathias Güthling das Projekt zum Erfolg führt.

Sollte ich gefragt werden, ich würde WSB immer als Partner empfehlen.
Außer den bereits genannten, Prof. Matthias Dombert und Andreas Meißner, möchte ich mich für die gute Zusammenarbeit bedanken bei:
  • Joschka Kleist von der WKN, der ein angenehmer Partner war und das ausbügeln musste in unserer Zusammenarbeit, was andere angerichtet hatten.
  • Herrn Uwe Merx von der Wipperdorfer Agrargesellschaft mbH und dem Landwirtschaftsbetrieb Jürgen Credo für die Unterstützung bei der Bereitstellung von Ausgleichsflächen durch Flächentausch.

Besonderer Dank nochmals an Herrn Jürgen Credo, der sich in vielfältiger Weise in die Arbeit im Windparkgebiet eingebracht hat und einbringt.
Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamtes, ohne deren aktive Hilfe wir heute den Spatenstich nicht durchführen könnten, ich meine damit
  • Herrn Berci Sipos als Fachbereichsleiter Bau und Umwelt
  • Herrn Matthias Piontek vom Naturschutz
  • Frau Ramona Rollfinke vom Immissionsschutz
  • Herrn Dr. Erich Winter und Herrn Klaus Müller-Steidner Fachgebiet Bau – die inzwischen ihr Rentnerdasein genießen.

  • Danke all den Gemeinderäten, die jetzt aktiv im Gemeinderat sind und bei denen, in den vorhergehenden zwei Legislaturperioden.
  • Danke an die Beigeordneten Herrn Uwe Siegel bis 2014 und seit 2014 Dieter Wernecke.
  • Danke für die umsichtige Arbeit an Frau Sabine Böhm sowie die Kämmerin unserer Verwaltungsgemeinschaft, Frau Isolde Rennebach.


Zum Schluss meiner Ausführung verrate ich Ihnen kein Geheimnis, wenn ich Ihnen erkläre, dass wir bei all unserer Arbeit für diesen Windpark auch an unsere Gemeindekasse gedacht haben. Wir wollten sie gesunden, wollten unabhängig sein, da die Kommunen in ihrer Gesamtheit vom Freistaat Thüringen vernachlässigt werden.
Wir freuten uns auf Gelder, die mit der Inbetriebnahme vereinbart wurden und auch auf die Gewerbesteuer, die nach einigen Jahren fällig wird.
Aber die Landesregierung macht einen Strich durch die Rechnung. Sie will eine Gebietsreform durchsetzen, die sicher notwendig ist, aber nicht in dieser Form.
Als Gemeinde mit 1.300 Einwohnern verlieren wir unsere Selbstständigkeit, werden uns mit anderen Gemeinden freiwillig oder unter Zwang zu einer Landgemeinde zusammenschließen müssen. D.h. von unserer Arbeit werden künftig Kommunen profitieren, die auf Ihren Territorien keine WEA haben wollen oder die aktiv Politik gegen WEA betrieben haben und betreiben.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit!